Und täglich grüßt ein Gutschein

Werden Sie auch täglich in Ihrem virtuellen Briefkasten mit einem Gutschein oder Coupon gelockt? Schon im Betreff springen mir aktuell Sätze wie „20 % Herbstrabatt“, „Sparen Sie 10 %“ oder „300 Euro Frühbucher-Bonus“.

So ein Gutschein ist schon was feines, denn im Grunde bekomme ich ja was geschenkt. Und wenn wir ehrlich sind, lieben wir es doch ein klein wenig beschenkt zu werden. Warum also machen Sie sich das nicht zu Gute und beschenken hin und wieder Ihre Kunden mit kleinen Coupons? Auch potenzielle Neukunden sind sehr empfänglich für einen Gutschein, mit dem sie etwas sparen können. Denn: Sind wir nicht alle Sparfüchse oder Pfennigfuchser!? 😉

Gutschein – was er ist und warum einsetzen

Nun könnten wir meinen, ein Gutschein bedarf keiner großen Regelungen. Doch selbst das BGB regelt es hier klar. Gemäß § 807 BGB handelt es sich bei einem Gutschein um Inhaberkarten und –marken und stellen Urkunden dar. Diese Urkunde soll den Aussteller zu einer Leistung oder Ermäßigung gegenüber dem Gläubiger / Inhaber verpflichten. Um als solche Urkunde zu gelten, müssen folgende Anforderungen erfüllt sein: schriftliche Form, Wert bzw. Umfang der Leistung sowie Aussteller müssen erkennbar sein und ggf. ein Ausstelldatum, sofern der Gutschein zeitlich begrenzt ist.

Sie als Marketer verwenden sicherlich hin und wieder auch einen Gutschein-Coupon in Ihren Marketing-Kampagnen. Diese Coupons dienen dazu, den Erfolg der Aktion zu erhöhen, da sie zudem auch effizient und kostengünstig für Unternehmen sind.

Doch geht es Ihnen sicherlich nicht nur darum so günstig auf sich aufmerksam machen zu wollen. Unternehmen setzen Gutscheine vor allem aus drei Gründen ein:

  1. Neukundengenerierung – unsichere Interessenten oder Kunden des Wettbewerbs werden mit einem Gutschein zu einem Kauf bei Ihnen animiert.
  2. Kundenbindung – treue Kunden können mit einem Gutschein für ihre Loyalität zu Ihnen belohnt werden
  3. Kundenreaktivierung – inaktive Kunden zu Wiederkäufen bewegen, bevor sie für immer verloren gehen.

Wichtig ist immer: Je individueller der Gutschein auf den Empfänger abgestimmt ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass er eingelöst wird.

„Wir vermissen dich“-Kampagne

Okay, im Büro leben wir nicht immer gesund und so bestellen wir vor allem an regnerischen Tagen auch mal eine Pizza. Dabei bestellt nicht immer der gleiche Kollege für alle, wir rotieren da ungeplant. Und so passiert es, dass ich schon eine Weile offensichtlich nicht bestellt habe und während ich Ihnen diesen Blog-Beitrag schreibe, schickt mir unser Lieferservice des Vertrauens eine Mail mit einem Gutschein. Die nächste regnerische Mittagspause kommt bestimmt …

Weitere Anlässe für Gutscheine könnten zudem sein:

  • Gutscheine für Newsletter-Anmeldungen
  • Neukundenrabatte
  • Kostenfreie Lieferung
  • Gutscheine für Treue
  • Tell-A-Friend Empfehlungsgutschein
  • Saisonale Anlässe wie Ostern, Halloween, Weihnachten / Silvester
  • Persönliche Anlässe wie Geburtstag, Jubiläum, Umzug
  • Ermäßigung auf Lieblingsprodukte gemäß der Kaufhistorie

Nur Deutsche affine für Gutscheine?

Riskieren wir einen Blick über die Grenzen hinweg. Wie reagieren unsere Nachbarn auf Coupons im Newsletter? 2016 geht aus einer Statista-Umfrage hervor, dass 67 % der befragten Personen mindestens einmal im Monat einen Gutschein stationär zum Einsatz bringen. In einer Studie unseres Partners Newsletter2Go gab zudem fast ein Fünftel an sich für Newsletter zu registrieren, um Rabatte bzw. Sonderangebote zu erhalten.

In Deutschland erfreuen sich 37 % der ca. 1.000 Befragten über den digitalen Gutscheinerhalt. Zum bevorzugten Einsatz kommt selbiger dann, wenn der Vorteil größer als bisher ist. Der durchschnittliche Warenkorb liegt bei einem Drittel deren dann bei ca. 50 Euro.

Unsere niederländischen Nachbarn erfreuen sich auch über Coupons in E-Mails. Auch hier geben über 30 % der Empfänger über 50 Euro mit dem Einsatz des Coupons aus. Interessant ist zudem, dass rund 70 % der Befragten sich bewusst für einen Newsletter anmelden, um Goodies oder Gutscheine zu erhalten.

Etwas mehr geben noch die Franzosen mit Gutscheinen aus. Der Warenkorb betrug einen Wert von durchaus über 500 Euro bei rund 15 % der Befragten, die einen Newsletter-Gutschein nutzten (innerhalb von 3 Monaten).

Umsatz-Upgrade mit Newslettern

Die Beispielzahlen aus Deutschland, Niederlande und Frankreich allein zeigen, wie Newsletter mit Rabatten, Sonderangeboten, Geschenken etc. zum Kauf anregen. Nicht selten fallen dabei die Umsätze höher aus, als in vergleichbaren Zeiträumen.

Es sind nur wenige ungeschriebene Regel zu beachten, damit Ihr Gutschein-Newsletter auch erfolgreich ist:

  • Kein inflationärer Gebrauch
  • Exklusivität des Nutzen
  • Individuell und personalisiert für den Empfänger

Eine Analyse der Betreffzeilen durch Newsletter2Go ergab zudem eine höhere Öffnungsrate (+ 6 % über Basis), wenn diese Begriffe enthalten sind: Rabatt, Angebot, Spezial oder Special.

Wir wünschen Ihnen nun viel Spaß bei Ihrer nächsten E-Mailkampagne mit einem Gutschein. Anlässe stehen gerade zum Jahresende genug auf dem Programm.

Möchten Sie noch mehr über Couponing wissen, dann empfehlen wir Ihnen noch unsere weiteren Blog-Beiträge dazu.

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