Künstliche Intelligenz intelligent im Handel nutzen

Schachmatt mit Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz SchachEin Schachcomputer wird mittels Künstliche Intelligenz trainiert, erkennt meinen Zug, analysiert meine möglichen nächsten Züge und gestaltet seine Aktionen darauf basierend, um mich am Ende Schachmatt zu setzen. Verloren!

Künstliche Intelligenz kann aber noch viel mehr! Sie kann Sie am Ende als Gewinner dastehen lassen. Denn immer mehr findet Künstliche Intelligenz auch im Handel ihren Einsatz. Was sind hier die aktuellen Trends? Und viel wichtiger: Wie reagiert der Kunde auf solche futuristischen Neuerungen im Handel?

Der Name macht‘s

In der Literatur und dem Netz finden wir die Begriffe künstliche Intelligenz (KI), artifizielle Intelligenz (AI bzw. A.I.) oder die englische Bezeichnung artificial intelligence (AI). Bei KI handelt es sich um so genannte neuronale Netzwerke. So soll KI immer da uns Menschen unterstützen, wo wir mit einer großen Datenmenge sowie komplexen Zusammenhängen Muster erkennen sollen. Die Muster dienen uns dann weiter als Entscheidungsgrundlagen. Das geschieht zudem in einer unfassbaren Geschwindigkeit, die wir Menschen nicht schaffen.

Künstliche Intelligenz zeichnet aus, dass sie in der Lage ist zu lernen. Vorab muss eine „Maschine“ mit Daten gefüttert werden – so genannte Trainingsdaten. Das durch Analysen erworbene Wissen wendet sie dann auf unbekannte Daten an. Wir wissen inzwischen, dass Daten von heute bereits morgen wieder veraltet sind. So muss auch die Maschine sich jeden Tag an die neuen vorliegenden Daten anpassen und mit ihnen weiter lernen.

Sie kennen das sicher auch „Aus Erfahrung lernt man!“ … So auch unsere Maschine. Sie bewertet die Qualität ihrer Entscheidungen und wird für „gute Aktionen“ belohnt – andersrum jedoch auch bestraft (Reinforcement Learning).

Lassen Sie sich nicht Schachmatt setzen und erfahren Sie, wie KI im Handel eingesetzt werden kann.

Aktuelle Trends für den Handel dank Künstliche Intelligenz

Egal ob Sie Online-Händler sind oder im stationären Handel tätig: Sie sammeln täglich Unmengen an anonymen Daten aus dem POS oder personalisierte Daten aufgrund eines Loyalty-Programms. Angereichert werden diese Daten z. B. durch Wetterdaten. KI erkennt im besten Fall  Muster und identifiziert das wahrscheinliche Verhalten Ihrer Kunden. Es kann aber auch Zeiträume, in denen Aktionen besonders gut laufen, erkennen.

In einem Whitepaper der GS1 Germany in Zusammenarbeit mit Location Insider und mobilbranche.de wurden sechs Trends im Zusammenhang mit KI dargestellt.

  1. Künstliche IntelligenzKassenlose Shops, wie bei Amazon Go, erkennen wann Kunden Produkte wieder zurücklegen oder welche tatsächlich mitgenommen werden. Mittels Gesichtserkennung, NFC oder Codes werden die Kunden identifiziert und der Rechnungsbetrag abgebucht. Effekt: Kunden müssen nicht an langen Stangen stehen.
  2. Auch Roboter erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. So weisen sie einem bspw. den Weg durch den Laden. Bei Walmart dienen sie dazu, die Verfügbarkeit von Produkten im Regal zu überprüfen, nachzubestellen und falsch abgestellte Produkte zu korrigieren, bzw. übernehmen sie rund um die Uhr die Inventur. Effekt: enorme Effizienzsteigerung.
  3. Von Predictive Analytics und Trendvorhersagen profitiert vor allem die Modewelt. Effekt: die richtige Ware am richtigen Ort zur richtigen Zeit.
  4. Mit Text-AI kommen wir wahrscheinlich unbemerkt oft in Berührung. Besonders dann, wenn wir Online eine Frage im Chat stellen. Sogenannte Chatbots sind textbasierte Dialogsystem, welches das Chatten mit technischen Systemen ermöglicht. Effekt: In der Regel rund um die Uhr erreichbar und entlastet im Service durch Beantworten von FAQ’ s.
  5. Amazon arbeitet bereits dank KI daran, die Stimmung bei Rezensionen zu analysieren. So erkennt die Software auf Bildern, ob der User glücklich, frustriert, wütend oder gelangweilt ist.
  6. Personalisierte Angebote mittels eines Scans. Bei Uniqlo können Kunden in eine Box treten und bekommen Kleidungsstücke ihres Typs entsprechend vorgeschlagen. Anhand der Reaktionen auf diese Vorschläge werden personalisierte Angebote erstellt.

“Okay Google”, “Hey Siri”, “Hallo Alexa”

Auch bei Voice Commerce sind die Ursprünge für deren Einsatz in KI zu finden. In Deutschland nutzt fast jeder Dritte einen Sprachassistenten. So werden mit den Kunden Dialoge geführt, die uns zum Kaufabschluss hinleiten.

Für den Handel könnten Sprachassistenten bedeuten, dass Ihre Kunden nicht mehr Ihren Chatbot nutzen, sondern bei Ihrem digitalen Servicemitarbeiter Bestellungen, Wünsche, Anfragen klären können.

Akzeptieren wir Künstliche Intelligenz?

Obwohl irgendwie unsichtbar und nicht ganz greifbar, ist Künstliche Intelligenz lange nicht mehr nur futuristisch, sondern in der Realität angekommen. Die intelligenten Helferlein machen uns das Leben oft einfacher und sollten nicht nur mit Misstrauen begegnet werden.
In einer Studie von Capgemini heißt es zudem, dass KI bei 75 % der Befragten keinen Arbeitsplatz gekostet hat. Im Gegenteil: 71 % gaben an, dass mit KI neue Arbeitsplätze in der Führungsebene und im mittleren Management geschaffen wurden.

In Hollywood-Blockbustern können sie ausarten und die Weltmacht übernehmen. Vielleicht ist es aber beruhigend zu wissen, dass die Maschinen nur für eine Sache trainiert werden, die sie dann sehr gut können – für den Rest sind sie zu dumm. Dann kommen wir – mit gesundem Menschenverstand und dem Bauchgefühl.

Mehr zum Thema: Künstliche Intelligenz im digitalen Marketing

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